Therapie

PSYCHOTHERAPIE


Psychotherapie ist ein Weg. Ein Weg des Wachsens und Entdeckens. Ein Weg, auf welchem Sie sich selbst mehr und mehr verstehen lernen und sich bewusst werden, was in Ihnen und um Sie herum geschieht und welche Möglichkeiten es gibt, damit umzugehen. Ein Weg hin zu mehr Lebensfreude und Eigenverantwortlichkeit.

Ich als Therapeutin sehe mich dabei als Ihre Wegbegleiterin und Verbündete. Mit Neugier und ohne Furcht erforschen wir die Hindernisse, die sich Ihnen in den Weg stellen und das Leben schwer und mühsam machen und suchen nach Richtungen, die für Sie stimmig und passend sind. Ich begleite Sie in Ihrem Tempo durch Höhen und Tiefen, biete an dunklen Stellen eine Lichtquelle an und ermutige Sie, in bedeutsamen Momenten inne zu halten und zu lauschen, was in Ihnen geschieht.

Das Ziel des Weges ist das Gehen an sich, das Suchen und Ausprobieren neuer Pfade, das Heilen und Loslassen von Vergangenem und das Finden Ihrer ganz eigenen Art durchs Leben zu gehen.


Im Folgenden beschreibe ich vier therapeutische Richtungen, die meine Arbeit und meine Haltung prägen und durchdringen.

GESTALTTHERAPIE


Der Begriff „Gestalt“ verweist auf etwas Vollständiges, Abgeschlossenes und in sich Rundes. Die Gestalttherapie beschäftigt sich mit sogenannten „unabgeschlossenen Gestalten“ und sucht nach Wegen und Möglichkeiten, diese zu schließen und in unser Leben zu integrieren. Unabgeschlossene Gestalten begegnen uns in Form von immer wieder auftauchenden Gefühlen oder Konflikten, die den Kontakt zu uns selbst und unseren Mitmenschen behindern. Normalerweise vermeiden wir es, unverarbeitete Verletzungen, unangenehme Gefühle oder unerfüllte Bedürfnisse in unser Bewusstsein zu lassen, da sie mit schmerzlichen und starken Gefühlen einhergehen. Im therapeutischen Prozess werden solche Erfahrungen, Gefühle und Glaubenssätze, die bis zurück in die Kindheit reichen können, angeschaut und bearbeitet, um sie schließlich loslassen zu können und wieder frei und offen für Neues zu werden.

PSYCHOONKOLOGIE


Eine Krebserkrankung ist ein einschneidendes Lebensereignis und je nachdem, in welcher Krankheitsphase (Diagnose, Therapie, Nachsorge) Sie sich gerade befinden, stehen Sie vor unterschiedlichen und individuellen Herausforderungen. Es ist mir ein Herzensanliegen, Sie und Ihre Angehörigen in der Bewältigung dieser besonderen Lebenssituation zu unterstützen und gemeinsam zu schauen, was es seelisch an Verarbeitung und Heilung braucht.

Da ich seit vielen Jahren als Psychologin in der Klinischen Onkologie arbeite, stehe ich Ihnen auch im Umgang mit Nebenwirkungen von Therapien, körperlichen Veränderungen und Fatigue bei.

Ich begleite ebenso Menschen, die eine palliative Diagnose bekommen und sich mit der Endlichkeit des eigenen Lebens auseinandersetzen sowie Menschen, die sich in einem Trauerprozess befinden. So möchte ich Ihnen einen Raum anbieten für alle Gefühle, Gedanken und Fragen, die in diesem Zusammenhang auftauchen und mit Ihnen gemeinsam schauen, wie das Leben trotz allem weitergehen kann.

KÖRPERORIENTIERTE PSYCHOTHERAPIE


Neben unserem Denken und unseren geistigen Fähigkeiten besitzen wir alle einen Körper, der seine ganz eigene Sprache spricht. In der Therapie werde ich Sie dazu ermutigen, diese Sprache ausdrücken, hören und verstehen zu lernen. Dabei geht es vor allem um das achtsame Hineinspüren und Lauschen. Folgen wir den körperlichen Impulsen, so ermöglichen sie oft heilsame und integrierende Erfahrungen und wir gewinnen mit dem Vertrauen in den Körper das Vertrauen in uns selbst zurück.

Ich verbinde in meiner Arbeit verschiedene körpertherapeutische Ansätze (Bioenergetik nach A. Lowen, Grundlagen des Somatic Experiencing, Entspannungs- und Imaginationstechniken, Ressourcenstärkung, sowie Methoden der Achtsamkeit und Meditation), die ich in meiner Ausbildung gelernt habe, zu einer individuellen Herangehensweise.

ENTWICKLUNGSTRAUMATHERAPIE


Als Kind sind wir auf die Liebe und die Versorgung unserer Bezugspersonen angewiesen und tun alles uns Mögliche, um diese sicher zu stellen. Werden unsere Kernbedürfnisse nicht angemessen erfüllt, entwickeln wir bereits früh sogenannte „Überlebensstrategien“ und unbewusste Überzeugungen über uns selbst und unsere Umwelt. Diese sind uns im jungen Alter hilfreich und notwendig. Im Laufe unseres Lebens können sie aber hinderlich und störend werden. So beeinflussen sie unser Verhältnis zu uns selbst und unsere Beziehungen zu anderen Menschen und führen uns in Konflikte. In der Therapie wird es darum gehen, ein Gewahrsein für diese unbewussten Dynamiken zu entwickeln. Nur wenn wir sie verstehen lernen, können wir sie gebührend anerkennen und uns von ihrem Einfluss befreien. So erreichen wir mehr Handlungsfähigkeit, Selbstverantwortung und Lebendigkeit.